Alzheimer
Die Alzheimer-Krankheit ist eine neurodegenerative ("nervenausartende") Erkrankung des Gehirns. In den meisten Fällen sind Personen ab dem 65. Lebensjahr betroffen. In ca. 60% der Demenzerkrankungen ist Alzheimer dafür verantwortlich. Alzheimer ist der Verfall der Leistungsfähigkeit. Im Gehirn sterben immer mehr Nervenzellen ab. Das hat zur Folge, dass der Erkrankte nach und nach seine geistigen Fähigkeiten verliert. Das Erinnerungsvermögen, Wiedererkennung, räumliche und zeitliche Orientierung lassen nach.
Benannt wurde die Erkrankung nach Alois Alzheimer. Der deutsche Arzt beschrieb im Jahr 1906 den ersten Fall der Krankheit. Trotz intensiver Forschung sind die Ursachen für Alzheimer nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass bestimmte Risikofaktoren (bestimmte Erbanlagen, Übergewicht, Bluthochdruck und Arterienverkalkung) die Erkrankung begünstigen.
Die Krankheit verläuft schleichend und wird oft über Jahre nicht erkannt. Frühe Symptome sind z.B. Wortfindungsschwierigkeiten oder Wortverwechselungen, alltägliche Bewegungsabläufe werden verwechselt, routinierte Handgriffe werden vergessen. Im Endstadium der Erkrankung erkennt der Erkrankte seine Familienangehörigen und Freunde nicht mehr.
Er muss rund um die Uhr gepflegt werden. Auch organische Funktionen sind nun betroffen. Erkrankte haben keine Kontrolle über ihre Blasen- und Darmtätigkeit, das Kauen und Schlucken ist kaum noch möglich. Eine Heilung ist nicht möglich. Durch Früherkennung kann man medikamentös den Verlauf verlangsamen.
